Alters-Pflegeheim Sonnegg, Huttwil

Wettbewerb Erweiterung Alters-Pflegeheim Sonnen, Huttwil

 

Dem alten stattlichen “Landspital” wird ein neuer Baukörper dazugestellt, so dass ein Ensemble erzeugt wird. Bewusst wird beim Neubau eine ruhige Formensprache gewählt, so dass siech die beiden massiven Baukörper respektieren und nicht konkurrenzieren.

Das Sockelgeschoss des Altbaus wird weitergeführt und der neue massive Baukörper thront auf der so entstehenden Sonnenterrasse.

Auch die Erschliessung folgt entlang dem Altbau wo sie sich zur Aussichts-Terrasse des Neubaus öffnet. Diese öffentliche Zone setzt sich beim Eintreten in Foyer und Cafeteria fort. Von den Aufenthaltsräumen der Bewohner kann der Zugang gut beobachtet werden und ein Teilhaben am Geschehen wird auch von den Wohngruppen aus möglich.

Anlieferung und Versorgung werden hinter das Haus gelegt – der bestehende Einschnitt des Altbaus wird auch hier weitergeführt.

 

Die Ausblicke aus den Zimmern durch die gefassten Fenster geben den Blick in den Garten und die Landschaft frei, ohne dass Einblicke gewährt werden. Hier wird im Gegensatz zu den öffentlichen Räumen eine Intimität erzeugt, welche auch durch die Ausgestaltung des Fensters mit Futterverkleidung und Simshöhe unterstützt wird.

 

 

Nachhaltigkeit (Energie und Wirtschaftlichkeit)

 

Der massive kompakte Baukörper aus natürlichen dampfdiffusionsoffenen Baumaterialien erreicht einen guten Speicherwert und ein ausgeglichenes Raumklima. Dadurch schützt er sowohl im Sommer wie im Winter effizient vor Hitze resp. Kälte. Durch die grossen Verglasungen südlich und westlich kann die Sonnenwärme im Winter weit in die Räume hinein „eingefangen“ werden und im Sommer schützen Storen vor Überhitzung.

 

Die monolithische Bauweise kann effizient und einfach konstruiert werden. Durch die massive Aussenhaut des Dämmputzes und die Faserzement Verkleidungen der Fenster trotz der Bau Witterungseinflüssen und bleibt unterhaltsarm.

 

Durch rationale Anordnung der Zimmer übereinander mit den gepaarten Nasszellen ist eine effiziente technische Versorgung möglich.

Ebenso gewährleistet diese Anordnung kurze Erschliessungswege für das Personal. Durch die Anlieferung und vertikale Erschliessung im „Rücken“ des Gebäudes soll zudem eine effiziente Zulieferung wie auch Entsorgung gewährleistet werden.

 

 

Garten

 

Gartenpark:

Der Nutzgarten wird Teil einer bäuerlich geprägten Parkanlage. Wo sie mehr Park ist, sind die Wege geschwungen, wo wie mehr Nutzgarten ist, sind sie gerade. Unterschiedliche Spaziergänge sind auf kleinem Raum möglich. Entlang des Flüsschens wächst ein Hochhecke, die mit einheimischen blühenden und fruchttragenden sträuchern ergänzt wird. So wird der jahreszeitliche Aspekt verstärkt. Die Blumenwiesen mit den Obstbäumen können so gemäht werden, dass Wege entstehen während die Wiese blüht. Dadurch, dass nicht alle Wiesenfelder zugleich gemäht werden, entsteht eine Höhenstufung der Felder. Dieses Bild erinnert an die landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Die intensiv gepflegten Nutzgarten-Felder bilden die bunten Beete des Parks.

 

Demenzgarten:

Ähnlich wie die japanischen Gärten durch einzelne Elemente ganze Landstriche erfahrbar machen, bildet dieser Garten die ländliche Umgebung ab.

Drei Inseln gliedern das Wegsystem: die Duftinsel, die Blumenwiese und der Rasen.

Die Duftinsel ist ein langgezogener Rücken von ca. 1 m Höhe mit graulaubigen Pflanzen und strukturgebenden Gräsern, so dass ein Vorne und Hinten entsteht.

Die Blumenwiese ist ein Staudenbeet, auch als erhöhter Rücken der den Raum gliedert ausgebildet.

Der Rasen ist eine Fläche mit einem Zierapfel und Baumbank zum verweilen.

Der südliche Rand des Gartens wird von einem Rebzaun gebildet, der in eine überdachte Pergola übergeht.

Der nördliche Rand ist eine Wildhecke mit blühenden und früchtetragenden Sträuchern

  • Bauherrschaft
    • Stiftung Sonnegg, Huttwil
  • Wettbewerb
    • 2010
Schlussbild 304_WW_FNord 304_WW_FOst.mini 304_WW_FSüd 304_WW_FWest.mini 304_WW_GRUG 304_WW_GREG 304_WW_GR1.OG