Altersheim Köschenrüti, Zürich

Wettbewerb Altersheim Köschenrüti, Zürich

Das Grundstück am Stadtrand von Zürich, liegt am Fusse eines kleinen Hügelzuges. Die Qualität des Ortes, seine Lage im Grünen mit Weitblick Richtung Süden und Westen zum einen, zugleich aber Teil des Siedlungsgebiet zum andern, ist auch seine Schwierigkeit. Diese Zweigesichtigkeit bestimmt die Situierung und Volumetrie des neuen Gebäudes. So nimmt es mit seiner Orthogonalität bezug
zur rückwärtigen Wohnbebauung; es öffnet sich mit seinem Winkel zum denkmalgeschützten Weiler Köschenrüti, der durch die Verlegung der Strasse heute etwas verloren scheint, und bindet ihn wieder in die Siedlungsstruktur ein. Auch die Strasse, die noch undefiniert über das freie Feld führt, wird präzisiert.
Zum Grünraum hingegen zeigt sich das Gebäude mit seiner geschlossenen
Kubatur als Solitärbau, der in parkähnlicher Umgebung steht und mehrseitg orientiert ist.
Alle Zimmer sind grundsätzlich gleich aufgebaut und haben ein identisches, rollstuhlgängiges Bad. Sie sind in Eingang, Wohnraum und Schlafnische zoniert, und können durch das „weiche“ Element in Form eines Vorhangs nach den Bedürfnissen verändert werden. An der Fassade befindet sich ein Schrankelement, das je nach Ausrichtung des Zimmers und der Sonneneistrahlung, dem Balkon eine unterschiedliche Tiefe gibt.
Ein Raster von 2.70m (resp. 5.40m) von Untergeschoss bis Dachgeschoss,
ergibt einfache statische Verhältnisse und ermöglicht eine weitgehend serielle, kostengünstige Bauweise; Bauteile von unterschiedlicher Lebensdauer lassen sich einfach trennen und garantieren einen nachhaltigen Unterhalt des Gebäudes. Die drei Obergeschosse könnten auch als Holzbau erstellt werden.

  • Auftraggeber
    • Stadt Zürich
  • Wettbewerb 2006
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