Neubau Tagesbetreuung Sömmerliwiese, St. Gallen

Situation/Konzept

Der 2-geschossige Baukörper in additiver Bauweise lehnt sich an den Massstab und den Charakter des Quartiers an. Die leichten Versätze der einzelnen „Häuser“ lassen das Gebäude den umliegenden Wohnbauten ähnlich werden, ebenfalls werden dadurch die Dachflächen strukturiert, was hilfreich ist, um die Körnigkeit der Umgebung zu bewahren und die Erweiterung zu einem angemessenen Ganzen zu gewährleisten.

Durch die quartierübliche 2-geschossige Bauweise können die Anforderungen optimal gelöst werden:

In der ersten Bauetappe bleibt die Wiese hinter dem Haus unberührt und der beliebte Schlittelhang bleibt bestehen.

Trotz haushälterischem Flächenverbrauch entsteht eine grosszügige Ausrichtung aller Gruppenräume zur Sömmerliwiese, jeweils mit direktem Ausgang im EG.

Ebenso besteht ein Ausgang zur Wiese für die Einheiten im Obergeschoss via Garderobenzone im EG. Durch die Setzung der Bodenplatte auf das Kindergartenniveau kann der Aussenraum mit sauberem Material aufgeschüttet werden und ein minimales UG  lässt sich zugunsten mehr Freifläche und Nutzungsoptimierung rechtfertigen.

Auch in der 2. Etappe können alle Gruppen auf die Sömmerliwiese ausgerichtet sein und das doch beachtliche Volumen wird durch die versetzte Addition leicht und quartierverwandt.

Die Schottenstruktur generiert eine durchfliessenden Raum und die verglasten Querwände schaffen die gewünschte Einsichtigkeit der Räume.

 

Konstruktion/ Materialisierung

Auf die Beton-Bodenplatte wird ein Schottenbau, der dem additiven Baufortschritt entspricht, in nachhaltiger Holzbauweise (Elementbau) gestellt.

Die Fassaden- und Dach-Verkleidung in Faserzement lehnt sich im Ausdruck an die 60er-Jahre-Ästhetik der Umgebung an und ist eine nachhaltige, unterhaltsarme Gebäudehülle.

Die Holzoberflächen der Wände (Schotten) und Decken (Brettstapel o.ä.) werden im Innenraum gezeigt und unterstützen eine wohnlich-warme Raumatmosphäre.

Die zementösen Bodenbeläge im EG und OG betonen die durchgehenden Raumeinheiten und sind optimal für eine effiziente Bodenheizung. Zudem sind sie strapazierfähig und können in allen Räumen durchgehend eingesetzt werden.

Die Sonnenkollektoren können auf den nach SO-geneigten Dachflächen optimal angebracht  werden.

 

  • Bauherrin
    • Stadt St. Gallen
  • Wettbewerb
    • 2015
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