Wohnhaus Mutschellenstrasse, Zürich

Wettbewerb 1. Preis

Städtebau

Die strassenbegleitende Bebauung mit  Ausbildung eines verdickten Kopfes nimmt Bezug auf die spezifische Situation an der Strassengabelung Mutschellen- und Thujastrasse. Die Fassadenfront zur stark befahrenen Mutschellenstrasse fasst den städtischen Raum analog der umliegenden Häuser. Die Setzung und Dimensionierung des Gebäudekörpers führt die für Wollishofen typische offene Bebauungsstruktur mit durchfliessenden Freiräumen und hohem Grünanteil fort.

Architektur

Das Gebäude zeigt sich zur städtischen Mutschellenstrasse hin mit einer glatten, „harten“ Schale aus Klinker und mit Sichtbeton im Sockel. Zur grünen, ruhigen Gartenseite ist die helle Putzfassade mit den grosszügigen, vorgehängten Balkonen modulierter und weicher gestaltet.

Wohnungen

Das Projekt schlägt 15  2 ½ Zimmmer- und 17 3 ½ Zimmerwohnungen in Ost-/ Westrichtung mit durchgehenden Wohn-Essräumen und Zimmer ausschliesslich zur ruhigen Thujastrasse vor. Die Wohnungen sind durch die zweiseitige Orientierung gut belichtet und besonnt und vermitteln eine offene, angenehme Wohnathmosphäre mit Sichtbezug zum Garten.

Freiraum

Das lange Haus generiert über seine Setzung und Auslegung der Wohnnutzungen einen belebten Aussenraum zur Mutschellenstrasse. Zur Thujastrasse im Westen spannt sich ein grosszügig durchgrünter Gartenraum auf. Die drei Wegfiguren vor den Hauszugängen bilden jeweils ein Ensemble aus zwei Kleinbäumen und einem Vorplatz und bilden den Auftakt. Ein Saum aus Wildstauden und Wildsträuchern begleitet den Strassenraum, flechtet Elemente wie Velo- und Containerabstellplätze mit ein und bildet einen feinen Sichtfilter zu den Erdgeschosswohnungen. Entlang der Thujastrasse fasst der Saum die Spielwiese mit dem Spielplatz. Ein feines Weglein aus Schrittplatten verbindet die östlich gelegene Freifläche mit der Westlichen und führt zum gemeinschaftlich nutzbaren Aussensitz- und Spielplatz. Die beiden Baumvolumen entlang der Thujastrasse ergänzen den nachbarschaftlichen Baumbestand und formen mit dem Volumen des Neubaus ein ruhiges und einheitliches Strassenbild.

  • Bauherrschaft
    • Baugenossenschaft St. Jakob, Zürich
  • Wettbewerb
    • 2018
  • Baukosten
    • ca. 13 Mio.
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